Baufinanzierung News

Fertighaus 2: Diese Begriffe sollten Sie kennen

Diese Seite teilen:

Bei energieeffizienten Fertigbauhäusern gibt es einige Begriffe, die für Bauherren neu sein können. Hinzu kommt, dass vor allem auch wieder junge Paare, die nicht viel mit Bautechnik und Haushaltsanlagen zu schaffen haben, sich für die eigenen vier Wände entscheiden. Daher bieten wir Ihnen hier einen kleinen Überblick über wichtige Begriffe, die bei der Planung eines Hauses, eines Fertighauses im Speziellen, wichtig sein können.

A/V Verhältnis

Hier kommen physikalische Größen zum Einsatz, denn das A/V-Verhältnis beschreibt die Beziehung von Oberfläche zu Volumen. Ein kleiner Wert beschreibt eine „kompakte“ Immobilie. Zudem fällt der Wärmeverlust bei kleineren Werten geringer aus.

Ausbauhaus

Wie schon im ersten Teil dieser Reihe beschrieben, so kann ein Bauherr eigene Leistungen bei der Errichtung und Einrichtung eines Fertighauses erbringen. Er bezieht die Immobilie also nicht als „schlüsselfertig“, sondern als Ausbauhaus im Rohbau, das er selber ausgestaltet.

Bauhaus

Bauhaus ist eine in den 1920ern gegründete Architekturschule, deren Prinzip darauf fußt, standardisierte Bauteile und Baustoffe in einer Fabrik zu fertigen, um Qualität anzubieten und Preise klein zu halten. Auch die Form von Bauhaus-Häusern ist prägnant: klar, einfach und wesentlich.

BHKW

Hiermit ist ein Blockheizkraftwerk gemeint. Eine solche Anlage schafft nicht nur Wärme, sondern auch elektrischen Strom durch das Prinzip der sog. Kraft-Wärme-Kopplung. In Häusern kommt meist ein Mini-BHKW zum Einsatz.

BImSchV

Das ist das Kürzel für die „Bundesimmissionsschutzverordnung“, welche zulässige und nicht zulässige Umweltbeeinträchtigungen bei Bau und Bewohnung regelt. Neben Wohngiften und Baustoffen ist hier auch die Luftbelastung durch Heizkraftanlagen geregelt.

Dampfbremse o. Dampfsperre

Hierbei handelt es sich um eine Folie, die innen in Wänden verlegt wird. Sie verhindert die Aufnahme von Luftfeuchtigkeit seitens des Dämmstoffes. So führen Wasserdampf und Dunst nicht zu Schimmel.

EEG

Auch dies ist ein rechtliches Kürzel; es meint das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“. Hier wird unter anderem die Vergütung geregelt, die Energieversorger für die Einspeisung vergeben. Diese geschieht, wenn energieeffiziente Haushalte eine positive Energiebilanz aufweisen und damit überschüssig produzierten Strom abgeben.

Erdwärme

Die Erdwärme ist eine natürlich vorkommende und jahres- sowie tageszeitunabhängige Möglichkeit, das Haus oder das Wasser zu heizen. Für die Nutzung der Erdwärme muss ein Fertighaus mit einer sogenannten Wärmepumpe (s. u.) ausgestattet sein.

Flachdach

Flachdächer sind meist nicht komplett eben, sondern weisen eine leichte Neigung auf, damit der Regen abfließen kann. Dennoch können Sie je nach Immobilie für Dachterrassen oder Solaranlagen genutzt werden.

Fördermittel

Sowohl Kommunen als auch die Länder und der Bund vergeben für einzelne Bauvorhaben verschiedene Zuzahlungen. Wichtig ist hierbei vor allem, dass der Neubau energieeffizient ist und die aktuellen Auflagen nach Möglichkeiten sogar übertrifft.

Hanglage

Je nach Untergrund und Neigung des Hangs lassen sich Fertigbauhäuser relativ einfach, manchmal aber auch erst nach einem geologischen Gutachten, errichten. Wer einen Keller möchte, der kann den Ausgleichsbau, der eine gerade Fläche schafft, als solchen nutzen. Allerdings ist auch wichtig, ob das Hanglage-Grundstück für den Bau eines Wohnhauses ausreichend erschlossen werden kann.

Haustechnik

Die Haustechnik besteht aus Elektroanlagen, Warmwassergewinnung, Heizung und dergleichen mehr. Gerade bei der Heizanlage müssen Wärmeerzeugung und deren Verteilung optimal abgestimmt sein. Moderne „Smart Homes“ (s. u.) sind überdies vernetzt und lassen sich in allen Anlagen zentral steuern.

LBO

Diese Abkürzung steht für die „Landesbauordnung“, welche auf Landesebene das Baurecht mitbestimmt. Hier werden Anforderungen und Bestimmungen für das zu bebauende Grundstück und dessen Bebauung geregelt. Hinzu kommen aber noch andere Regelungen, zum Beispiel zum technischen Ausbau.

Leistungs- und Baubeschreibung

Das Grundwerk des Hausbaus ist für den Bauherrn bei seinem konkreten Projekt die Bau- und Leistungsbeschreibung. Hier wird festgelegt, welche Services und welche Arbeiten der Bauherr für den im Vertrag festgelegten Preis geleistet werden.

Lüftungsanlagen

Lüftungsanlagen ergänzen oder ersetzen das Lüften durch geöffnete Fenster und Türen. Gerade im Winter, wenn die Frischluft angewärmt werden kann, oder wenn niemand zuhause ist und Einbrechern keine Chance geboten werden soll, sind Lüftungsanlagen eine gute Sache. Zudem sind Be- und Entlüftungsanlagen ein Standard bei luftdichten Bauten. (s. u.)

Luftdichtigkeit

Häuser, auch und vor allem jene in Fertigbauweise, werden zum Einsparen von Heizkosten und zur Abriegelung gegen hohen Wärmeverlust luftdicht gebaut. Um dabei eine gewisse Raum- und Luftqualität aufrechterhalten zu können, bedarf es meist einer Lüftungsanlage (s. o.).

Modernisierung

Wie im ersten Teil dieser Reihe schon angesprochen bleiben Bauherren und Anbieter für Fertigbauhäuser meist in Kontakt und handeln Folgeleistungen für Wartungen und Modernisierungen aus. Neben der Energieeffizienz und deren Erhaltung können zur Modernisierung auch Aus- und Anbauten gehören, zum Beispiel wenn die Bauherrenfamilie Zuwachs erhält.

Nutzfläche

Die Nutzfläche oder Gebäudenutzfläche kommt der Energiebezugsfläche gleich. Die Nutzfläche ist meist größer als die Wohnfläche, da auch Treppenaufgänge und Korridore mit einbezogen werden.

Ökobilanz

Dies ist die Summe aller Umweltverträglichkeitsfaktoren. Hinein zählen also unter anderem die Wärme- und Energieeffizienz, der Heizbedarf, die Art der Heizung, der Stromverbrauch oder der entsprechende Überschuss durch Eigenversorgung und dergleichen mehr.

Passivhaus

Ein Passivhaus beschreibt eine Immobilie, die so geplant, konstruiert und gebaut wurde, dass sie im Grunde keine eigene aktiv arbeitende Heizanlage benötigt. Dabei spielen auch die Ausrichtung des Hauses und die Nutzung intelligenter Haustechnik (s. Smart Home) eine Rolle. Die Wärme(rück)gewinnung kann bei einem Passivhaus über die Lüftungsanlage oder die Sonneneinstrahlung realisiert werden.

Skelettbauweise

Diese Bauweise geht aus dem althergebrachten Fachwerk hervor. Senkrechte Stützbalken und waagerechte Trägerbalken beschreiben eben jenen Bautypen. Ausgesteift wird das Konstrukt durch die Ausfachung der Wände. Die Skelettbauweise sorgt für eine individuelle Gestaltung des Hauses.

Smart Home

Der Begriff „Smart Home“ beschreibt zum einen ein mit intelligenter Technik ausgestattetes Zuhause, in dem Vorgänge wie Heizung, Be- und Entlüftung, etc. automatisch ablaufen. Zum anderen werden auch Häuser mit vernetzter Haus- und Unterhaltungstechnik, die beispielsweise zentral vom Smartphone und damit auch von unterwegs gesteuert werden können, so benannt.

U-Wert

Als U-Wert wird der „Wärmedurchgangskoeffizient“ bezeichnet, der angibt, wie stark Außenteile und Dächer gedämmt sind. Angegeben wird der Wert in Watt pro Stunde und Quadratmeter.

Wärmepumpe

Über ein Wärmetauschsystem fördert dieses Heizsystem vor allem Erdwärme zutage. Auch können der Umwelt, beispielsweise der Raumabluft, Wärme entzogen und der Beheizung zugeführt werden. Das Prinzip ist ähnlich wie bei einem Kühlschrank, nur umgekehrt.

0 votes