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Schall- und Wärmedämmung: Zimmerdecken im Trockenbauverfahren dämmen

Schall- und Wärmedämmung: Zimmerdecken im Trockenbauverfahren dämmen

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Wenn Sie sich auf einen Baupartner verlassen wollen, der Ihnen das Haus einzugsfertig übergibt, dann sollten Sie wahrscheinlich auf ein Fertighaus setzen. Allerdings ergeben sich auch viele Vorteile, wenn Sie selber bauen. Neben der individuellen Gestaltung des Grundrisses und anderer Details bestimmen Sie zum Beispiel auch über verwendete Materialien und Baueinheiten. Das fängt bei den Fenstern an und hört bei der Haustechnik noch lange nicht auf. Und noch ein Vorteil ergibt sich: Sie können Ihr neues Haus energieeffizient bauen, wozu natürlich auch die Dämmung der einzelnen Räume zählt. Zur Kellerdämmung haben wir hier bereits Informationen zusammengetragen. In diesem Artikel geht es nun um die Zimmerdeckendämmung.

Zimmerdecke im Trockenbauverfahren dämmen

Nicht nur im Rohbau, sondern auch wenn Sie ein bereits gebautes Haus renovieren, können Sie die Decke eines Zimmers dämmen, wenn dieses an Energieeffizienz gewinnen soll. Beachten sollten Sie allerdings die Zimmerhöhe und eventuell bereits vorhandene Dämmung. Sollte sich die vorhandene Dämmung nicht einfach entfernen lassen, dann muss vielleicht ein Fachmann ran. Würde die Decke zu weit abgehängt, wenn Sie die folgend aufgezeigten Schritte unternehmen, dann haben wir am Ende des Artikels noch eine gute Alternative für Sie. Gehen wir nun aber erst einmal davon aus, dass Sie wie geplant im Trockenbau Ihres Neubaus agieren.

Die Zimmerdecke in vier Schritten gegen Wärmeverlust und Schall dämmen

Beim Trockenbau gibt es eine Unterscheidung von zwei Arten der Decken. Die erste ist die reine Deckenverkleidung. Diese dient der optischen Aufbesserung und der Abdeckung von installierter Haustechnik und Elektronik. Des Weiteren gibt es Unterdecken, welche die gleichen Vorzüge mitbringen, aber auch zum Abhängen von Zimmerdecken genutzt werden. Durch eine abgesenkte Decke verringert nämlich auch das Raumvolumen – ergo muss weniger geheizt werden. Kommt bei dem ganzen Prozess nun Dämmstoff zum Einsatz, dann sparen Sie beim Heizen noch mehr. Und so geht’s:

Schritt 1: Anbringen der Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion können Sie sich als Gitter vorstellen, das entweder aus Holz oder Metall gefertigt wird. Die Unterkonstruktion für die Dämmung eines Raums nach oben wird mit der Zimmerdecke verschraubt und es wird so ein neuer Raum im Raum geschaffen. Denn die Konstruktion besteht nicht nur aus einer Ebene Holz oder Metall, sondern bildet einen Quader in den das Dämmmaterial geschoben wird.

Schritt 2: Einbringen des Dämmmaterials respektive der Dämmplatten

Wie bei der Dämmung von Speicher-Fußböden oder Dachschrägen kommen bei der Dämmung von Zimmerdecken ebenfalls Dämmplatten zum Einsatz. Diese werden im zweiten Schritt zwischen die Konstruktionsprofile geschoben. Dabei sollten Sie schon im ersten Schritt darauf achten, dass die Platten später festsitzen und nach dem Einbringen nicht so leicht verschoben werden können. Da für die Dämmung meist Mineralwolle genutzt wird, sollten Sie bei diesem Schritt einen Gesichtsschutz tragen, um das Eindringen von Partikeln in Augen, Nase und Mund zu verhindern – bei der Überkopfarbeit ist das schnell möglich.

Schritt 3: Luftdichter Abschluss des gedämmten Raums

Dieser Schritt ist vor allem dann wichtig, wenn Sie einen Raum dämmen, über dem nicht geheizt wird. Befindet sich also über dem Zimmer der Dachboden, dann ist der Abschluss der Deckendämmung notwendig. Dafür kommt eine sogenannte Dampfbremse zum Einsatz. Diese Folie, welche an die Unterkonstruktion getackert werden kann, muss überlappend angebracht werden. Die Überlappungen sollten zudem versiegelt werden, etwa mit entsprechendem Folienband. Auch an der Wand muss die Dampfbremse abschließen. Nach oben hin muss der Raum damit luftdicht abgeschlossen werden. Nur so wird verhindert, dass Luftfeuchte in die Dämmschicht dringt, kondensiert (durch die Kälte von oben) und sich dadurch Schimmel bildet.

Schritt 4: Verkleidung der Dämmung

Hier kommt wieder die oben bereits erwähnte Deckenverkleidung zum Einsatz. Die entsprechenden Trockenbauplatten werden dazu einfach mit der Konstruktion, in welche die Dämmplatten eingebracht wurden, verschraubt. Sind die Schraublöcher sowie auch die Fugen zwischen den Platten verspachtelt, dann ist die Dämmung der Decke abgeschlossen. Nun können Sie die Decke streichen oder tapezieren.

Alternative zu Dämmwolle aus Platzgründen

Sowohl aufgrund von Bedenken der Mineralwolle gegenüber als auch wegen der Zimmerhöhe können Sie als Alternative für die Deckendämmung Hartschaumplatten verwenden. Für diese sind nicht unbedingt Holz- oder Metallschienen als Unterkonstruktion anzubringen. Auf ebenen Decken mit glatter Oberfläche haben Sie die Möglichkeit, Hartschaumplatten einfach aufzukleben. Anschließend verkleiden Sie sie wie oben beschrieben und streichen bzw. tapezieren die Decke wie gehabt. Durch Hartschaumplatten erreichen Sie auch eine gute Dämmung und das bei weniger Einbußen im Hinblick auf die Raumhöhe.

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