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Tipps und Tricks für den Hausausbau 2 von 4: der Wintergarten

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Der Wintergarten: früher eher ein Spleen der älteren Generationen, heute auch wieder bei jungen Bauherren ein Trend. Hier können die Pflanzen und Blumenkübel, die den Sommer über im Garten stehen, überwintern. Zudem lassen sich hier Pflanzen ziehen und Selbstversorger wollen hier überdies im Winter Tomaten ernten können. Es gibt viele Gründe für einen Wintergarten – zu jeder Jahreszeit bietet er zudem – je nach Größe – eine schöne Räumlichkeit, um Gäste zu empfangen. In diesem Teil unserer neuen Ratgeberreihe finden Sie Tipps und Tricks für Ihren Wintergarten.

Details durch eine Bauvoranfrage abklären

Sowohl für Wintergärten an Neubauten als auch für jene, die an schon bestehende Immobilien angefügt werden sollen, gibt es einige Faustregeln. So soll die Grundfläche eines Wintergartens mindestens 3 Meter mal 4 Meter messen. In der Höhe sind es mindestens 3 Meter. Durch eine Bauvoranfrage beim für Sie zuständigen Bauamt können Sie die genauen Daten sowie weitere Bestimmungen erfragen. Auch ist die Dämmung vermittels bestimmter Glas- bzw. Fensterarten ein wichtiges Thema, da neue Bauten und Anbauten energieeffizient sein müssen. Auch der Abstand zur nächsten Grundstücksgrenze sollte bedacht werden – meist liegt dieser vorschriftsbedingt bei mindestens 2,5 Metern.

Wände, Fenster, Türen und Oberlichter in einem Wintergarten

Nach der Klärung der Details zu Maßen und Materialien (dazu weiter unten noch ein paar Hinweise) stehen noch ein paar weitere Betrachtungen an. Ganz weit oben auf der Liste sollten unter anderem die Belüftung des Wintergartens sowie die Abtrennung zu weiteren Räumen stehen. Durch die vielen Pflanzen und deren Bewässerung ist der Wintergarten natürlich eine Räumlichkeit, die sich ähnlich wie die Küche oder das Bad positiv auf die Bilanz der Luftfeuchtigkeit auswirkt. Die Belüftung der Räumlichkeiten sollte daher – vor allem in den kalten Jahreszeiten – nicht nur möglich, sondern auch schnell realisiert sein. Hier bieten sich Oberlichter an, durch welche die warme und damit feuchte Luft abziehen kann. Auch Türen und Fenster zum Stoßlüften sind zielführend.

Die Abtrennung zu den weiteren Räumlichkeiten wird verschieden realisiert und untersteht meist keinen allzu detaillierten Auflagen. Ein offener Übergang zum Wohnzimmer oder dem Eingangsbereich des Hauses ermöglicht natürlich eine bessere Luftzirkulation und damit ein schnelleres Lüften. Die Abtrennung durch Wände und eine Tür oder durch Glaselemente (evtl. beweglich zur kompletten Öffnung des Wintergartens nach innen) sorgt dementgegen dafür, dass man im Wintergarten ein anderes Klima vorherrschen lassen kann als im Rest des Hauses. Durch eine gute Dämmung kann dieses auch feuchter ausfallen ohne Schäden zu verursachen.

Die Ausrichtung des Wintergartens zielführend planen

Allgemeine Hinweise zur Ausrichtung einer neu zu bauenden Immobilie finden Sie unter anderem in diesem Artikel unseres Magazins. Was den Wintergarten angeht, so sollte er auf keinen Fall im Norden des Hauses platziert werden. Die fehlende Sonne wäre nicht nur ein Negativkriterium für die Pflanzen, sondern auch für das Raumklima. In allen Jahreszeiten sorgt die Sonne für eine gewisse Wärme und für das Trocknen von Flächen und Baumaterialien. Fehlt diese Licht- und Wärmequelle also, dann leiden die Pflanzen sowie auch die Bausubstanz, von der Schimmelbildung ganz zu schweigen. Ist der Wintergarten hingegen vollends nach Süden ausgerichtet, so gilt es verstärkt an die Belüftung und auch an eine mögliche Beschattung zu denken; Stichwort Hitzeentwicklung im Sommer.

Materialien und Technik im Wintergarten

Wie oben schon erwähnt, so gilt es beim Bau eines Wintergartens auf die richtigen Materialien zu achten. Aluminiumkonstruktionen sind Wetterbeständig und leicht. Zudem passen sie gut zu modernen Häusern. Allerdings sind sie nur für die kleineren Ausführungen von Wintergärten zu empfehlen, da sie keine zu großen Lasten tragen können. Dementgegen empfehlen sich Konstruktionen aus massivem Holz nicht nur für große Wintergärten mit mehrfacher Verglasung, die schwer wiegt, sondern auch für eine gute Dämmung. Auch wenn im Vergleich zum Glas nicht viel Fläche auf das Holz entfällt, so hat es doch eine geringe Wärmeleitfähigkeit als Metall. Das fördert die Wärmedämmung.

Ebenfalls schon angemerkt wurde das Thema Belüftung. Ist der Wintergarten recht hoch, dann lohnen sich zwar Oberlichter bzw. Dachlüftungsflügel. Jedoch sind diese von den Bewohnern dann eher schlecht zu erreichen. Hier schaffen elektrische Anlagen Abhilfe, welche die Fenster oder Belüftungsflügel auf Knopfdruck öffnen. Im Rahmen der Schaffung eines Smart Homes können Sie diese Elektronik auch mit einem intelligenten System koppeln, das überdies die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit des Wintergartens im digitalen Auge behält. So lässt sich die Belüftung vollends automatisieren. Gleiches gilt für das Einziehen von Sonnensegeln und die Bewässerung der Pflanzen.

Fazit zum Thema Wintergarten

Damit ein Wintergarten zur Wohlfühloase wird, gilt es einige Dinge zu beachten. Neben Bauauflagen ist auch die Ausrichtung wichtig. Dazu kommen die Struktur des Baus und die verwendeten Materialien. Je nach Bemühen und technischer Affinität der Bewohner kann der Betrieb des Wintergartens teil- oder vollautomatisiert werden. So wird der einstmals eher von älteren Menschen angestrebte Garten fürs ganze Jahr auch den jüngeren Generationen schmackhaft gemacht.

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